0 . 0 . 2

aus der tötung einer dohle entstanden mir keine vorteile. ich hatte das glück, das dumme nervende tier mit einem stein von ast zu holen, ein stockhieb in höhe des halses beendete die sache. den freien platz in der gefiederten gesellschaft nahm umgehend ein identisches exemplar ein, an diesen herrschte kein mangel. mir war elend zumute und ich schlief miserabel. das krakehlen der fauna bedrängte mich zunehmend, ich brauchte strategien, die ruhe wieder herzustellen. die ruhe ist ein produkt, das ein empörungsfreies sein verspricht. no erpel lautete die aufschrift eines transporters unlängst in meiner nähe. ich stimme vollumfänglich zu.

die tötung eines vorüber laufenden hundes durch wie zufällig wirkenden genickbruch war befreiend. da ich mit dieser spezies, der domestiziert wölfischen, der unterwürfig soldatischen, der felligen gendarmerie, seit je meinen unfrieden austrug, jedes exemplar ein beweis meiner angstfähigkeit. ich wollte nicht bewiesen sein. ich traf das elende tier perfekt, der kopf bog sich zur seite und der körper brach leblos nieder. der herr mit seiner leeren leine im hinteren teil des parks hatte einen entscheidenden moment nicht zu berichten. ich zog den kadaver ins dickicht und begann mit der häutung. ich war besänftigt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.